Zu seiner Konfirmation 2013 hat Nikolaus von uns, seinen Eltern, eine Radtour vom Nordkapp nach Oslo geschenkt bekommen. Diese soll 2014 realisiert werden – zusammen mit mir, seinem Vater. Seine bisherigen Jahreskilometer: diesseits der 100. Meine: jenseits der 4000. Deshalb bietet sich als einzige erfolgsversprechende Radvariante ein Tandem an.
Am 28.06. habe ich noch am Radrennen Trondheim-Oslo (540 km) teilgenommen, also können wir erst ein paar Tage danach starten (Erholung!). Und am 25.07. müssen wir wieder in Oslo sein, denn zu diesem Zeitpunkt sind Kristins Urlaubstage aufgebraucht. Wir haben also etwa 22 Tage Zeit. Bei einer (geschätzten) Streckenlänge von 2100 km und einer realistischen Tagesleistung von 100 km können wir also ungefähr hingekommen. Aber wir wollen – so war es von Anfang an geplant – etwa alle 5 Tage einen Ruhetag einlegen. Und, auch das war klar, wir müssen uns an den Ruhetagen mit anderen Verkehrsmitteln weiterbewegen, wollen wir unsere Tagesleistungen nicht erhöhen. Daher planen wir nicht, jeden Kilometer Abstand zwischen Nordkapp und Oslo auf dem Fahrradsattel zurückzulegen – sondern „nur“ die meisten.
Ziel der Reise ist es nicht, Kilometer zu sammeln, sondern einzigartige und verzaubernde Augenblicke, die die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.
Dieser Blog ist für alle gedacht, die uns auf unserer Reise folgen wollen, aber auch für uns, um später die Erinnerungen wach zu halten …
Die Route
Streckenbeschreibung
Überblick der Route.
Während der 3 Ruhetage mussten wir – denn wir hatten nur etwas mehr als 3 Wochen Zeit und Tagesleistungen von weit mehr als 100 km waren unrealistisch – 3 Teilstücke mit dem Schiff fahren. Dies waren:
Tromsø – Finnsnes (etwa 80 km)
Bodø – Ørnes (etwa 100 km)
Rørvik – Trondheim (etwa 250 km)
Rechnet man dies zu unseren gefahrenen 1770 km dazu, ist die Gesamtstrecke Nordkapp – Oslo rund 2230 km lang. Dies ist natürlich abhängig von der Streckenführung. Will man die kürzeste Verbindung, muss man sich die Strassen mit vielen Autos teilen. Wir wollten den „schönsten“ Weg, möglichst wenig Autos, dafür automatisch „Umwege“ (und – viel anstrengender – Höhenmeter).
Abschnitt 1: Nordnorwegen bis Tromsø
Teil 1: Nordnorwegen bis Tromsø.
Abschnitt 2: Senjaland, Vesterålen und Lofoten
Teil 2: Senjaland, Vesterålen und Lofoten.
Abschnitt 3: Kystriksveien
Teil 3: Küstenstrasse
Abschnitt 4: Trondheim – Oslo
Teil 4: Trondheim – Oslo
Inhalt
Von der Anreise bis nach Hause
Chronologisch gelesen – wie ein Reisetagebuch, Seite für Seite.
Gesamtstrecke1.883,65 km
Gesamtbewegungszeit94:24:11
Gesamthöhenmeter19.272 m
Kapitel 1 · 20. Juni 2014
Das Tandem ist gekauft.
Das Tandem wurde nach langem Suchen gestern bei Bull Ski & Kajak in Sandvika gefunden und heute am 20.06.2014 gekauft- höchste Zeit, es soll ja schon um den 01.07.2014 losgehen!
Die Noppen-Reifen wurden mit Quasi-Slicks ersetzt, Schutzbleche sind ein Muß, und auch die Sattel wurden getauscht. Ansonsten von der Stange.
Das Tandem geht nächste Woche per “Post” auf den Weg von Oslo nach Honningsvåg, ein kleines Dorf mit einen Flugplatz, das rund 35km vom Nordkapp entfernt liegt. Wir folgen per Flugzeug nach. Doch zunächst brauchen wir noch einen geeigneten Einspuranhänger, um das Gepäck frachten zu können …
Unser neues TUB Tandem
Kapitel 2 · 1. Juli 2014
Morgen starten wir … alles ist verpackt.
Morgen soll unsere lange Tandemreise beginnen. Die Ausrüstung ist eingekauft, nach dem Tandem noch ein passender Anhänger (Mule All Terrain), und diverse Kleinteile. Wir werden mit einem Anhänger fahren, um das Tandem nicht durch Satteltaschen noch schwerer zu machen – die 150kg Körpergewicht von uns beiden plus 18 kg Eigengewicht sollen reichen.
Alles Gepäck wird sorgsam verpackt, der Anhänger zerlegt in einem grossen Pappkarton, da wir den als Gepäckstück auf unserer Flugreise von Oslo nach Honningsvåg mitnehmen wollen. Das Tandem ist seit letzten Freitag per Paketdienst direkt von Sportgeschäft aus zum Hotel nach Honningsvåg unterwegs, in dem wir die ersten beiden Nächte verbringen werden, und soll dort zeitgleich mit uns eintreffen.
Unser Einspuranhänger von Tout Terrain: der Mule
Kapitel 3 · 2. Juli 2014
Anreise mit Hürden
Eigentlich wollten wir mit SAS von Oslo nach Alta, und von dort weiter mit Widerøe nach Honningsvåg, 30 km südluch vom Nordkapp. Der erste Flug klappt gut, Umsteigen auch, aber der Widerøe-Flug geht zuerst nach Vadsö, dann nach Båtsfjord, und dann mit einem weiteren Zwischenstopp nach Honningsvåg – so der Plan. In Båtsfjord hat die Dash 8 aber Probleme mit dem Bremssystem, so daß wir nach Tromsø umgeleitet werden. Auf dem Weg dorthin gibt es spektakuläre Aussichten aus dem Flieger – auch auf das Nordkapp, wenn auch nur aus der Ferne.
Dort sitzen wir jetzt, ausgestattet mir Essensgutscheinen und verzehren die dafür erstandene Pizza. In zwei Stunden soll ein Flug nach Lakselv gehen, von dort müssen wir uns 2 h im Bus vergnügen. Zum Glück ist es tagshell … Mitternachtssonne!!
Zwischen den Rotorblättern strahlt das Nordkapp in der SonnePizza in Tromsø statt Schlaf in Honningsvåg
Kapitel 4 · 3. Juli 2014
Erste Mitternachtssonne – unfreiwillig.
Nach dem Aufenthalt in Tromsö geht unser Flug tatsächlich um 22:25 nach Lakselv, nur ein Katzensprung von Alta entfernt, wo wir vor 10 Stunden schon mal waren. Auf dem Flug dorthin haben wir als Entlohnung eine atemberaubende Aussicht über die nordnorwegische Fjordlandschaft.
Nach Ankunft in Lakselv wartet ein Taxi, das uns die 2,5 Stunden nach Honningsvåg mitnehmen soll. Eine lange Taxifahrt, aber wir werden durch unsere erste Mitternachtssonne entschädigt. Ausserdem lernen wir so die Strecke kennen, die wir in ein paar Tagen zurückradeln werden. Wir kommen um kurz nach 02:00 in Honningsvåg an, wo wir im Hotel einchecken (really late arrival!) und uns in die Federn hauen – sehr froh, daß wir die Luxusvariante gewählt haben, und nicht noch nach einem Zeltplatz suchen und das Zelt aufbauen müssen. Das Taxometer blieb übrigens bei Nok 4866.- stehen – etwa EUR 575.- Bezahlt hat glücklicherweise die Fluggesellschaft.
Nordnorwegische Fjordlandschaft auf dem Weg von Tromsö nach LakselvNiko vor unserer Dash8, etwas verschlafen, aber es ist schon 23:10 😉
Die Uhr zeiht 5 min nach Mitternacht, das Taxometer Nok 1500 (fast EUR 200) und die Sonne scheint …
Kapitel 5 · 3. Juli 2014
Honningsvåg
Wir wachen bei strahlender Sonne auf, und ich weiss nicht, was besser ist: der Blick aus den Hotelfenster oder der Blick aufs Frühstücksbuffet.
Blick aus dem Hotel inFrühstücksbuffet
Kapitel 6 · 3. Juli 2014
Am Nordkapp
Leider ist unser Tandem wider erwarten weder gerstern (geplant) noch heute eingetroffen. Fahrräder gibt es in Honningsvüg auch nicht zu leihen, also bleibt nur der Weg mit dem Bus ans Nordkapp, wenn wir nicht noch einen weiteren Tag verlieren wollen.
Um 19:45 erreichen wir den nördlichsten Punkt vom europäischen Festland – im Nebel und bei pfeifendem, eisigen Wind. Das ganze Nordkapp-Plateau ist menschenleer und erst nach ein paar Minuten gesellt sich ein Paar aus der Slovakei zu uns, die das obligatorische Photo von uns vor dem Globus machen. Drinnen im Gebäude wartet dann eine Überraschung auf uns: es ist nicht einfach nur ein plumper Souvenierladen, sondern ein Restaurant, Museum, Kino, Lichtgrotte und sogar eine Kapelle befindet sich in dem größtenteils unteridtischen Gebäudekomplex. Wir schauen uns einen 30-minütigen Film an, und als wir anschliessen wieder nach draussen kommen, scheint nicht nur sporadisch die Sonne, sondern das eben noch menschenleere Plateau ist von Touries überfüllt. Wir merken die Folgen des Kreuzfahrtschiffes, das vor 2 h in Honningsvüg angelegt hat, und von dem die meisten der etwa 3000 Passagiere jetzt das Nordkapp besuchen. Da ziehe ich Nebel und Menschenleere doch vor.
Das Nordkapp – genauso weit vom Nordpol entfernt wie von Oslo
Kapitel 7 · Etappe 1 · 4. Juli 2014
Honningsvåg – Olderfjord
Distanz99,80 kmBewegungszeit4:22:34Höhenmeter896 m
Gute Nachricht gleich nach dem Aufstehen: ein Blick auf die Sendungsverfolgung von bring zeigt, daß das Tandem heute Nacht um 02:00 in Alta verladen wurde und heute bis 16:00 bei uns abkommen soll. Und tatsächlich, nach ausgiebigigem Frükstück und dem Packen der Sachen trifft es um 11:00 ein. Wir packen es aus und montieren es zusammen, was sich als nicht ganz einfach erweist. Beim Transport wurde das linke Ausfallende der Vordergabel gestaucht und derart gequetscht, daß das Vorderrad nicht hineinpasst. Ein Kuhbein, das im Hotel rumsteht, hilft beim Ausbiegen – paßt! Die zweite Hürde ist, daß der Anhänger nicht an die Sattelstütze paßt, viel zu grossen Durchmesser. Niko hat die geniale Idee, ihn doch einfach am Rahmen zu montieren, paßt genau. Aber auch die Montage von Rädern, Sattel, Lenker usw. braucht Zeit und gegen 14 Uhr sind wird schliesslich fahrbereit.
Heute stehen 100 km nach Oldefjord auf dem Programm, eher gemütlich, bis auf 2 ekelhafte Tunnels, einer davon der berüchtigte Nordkapp-Tunnel mit 10% Steigung auf 3 km. Ganz schön anstegend, aber wir sind ja noch frisch in den Beinen, und als wir den hinter uns gelassen haben, geht es fast wie von selbst.
Bis zum Viertelfinale Deutschland – Frankreich schaffen wir es nicht (als wir in den Hof des “Hotels” in Oldefjord fahren, hat GER gerade 1:0 gewonnen), aber was ist das schon im Vergleich zu einen Radtour in hohen Norden. Das “Restaurant” schließt um 20:00 und wir schaffen es gerade noch, einen leckeren Burger zu bestellen. Lecker … und gute Nacht!
Zusammenbau des Rads … im Hintergrund die HurtigrutenVerlassen der Nordkapp kommune
Sohn und Vater
Kapitel 8 · Etappe 2 · 5. Juli 2014
Olderfjord – Alta
Distanz109,49 kmBewegungszeit6:33:20Höhenmeter1296 m
Die Sonne scheint auch, als wir um 8:30 wieder aus den Federn kriechen, und beim Frühstück treffen wir zwei Frauen, die auch per Rad quer durch Norwegen unterwegs sind – allerdings stückweise. Wir gehen mit ihnen unsere geplante Strecke durch und gekommen einen Tip für eine Übernachtungsmöglichkeit zwischen Alta und … , wo es nicht gerade dicht gesäht ist von diesen. Die ersten 25 km gehen über einen Bergkamm nach …, dem letzten “Dorf” (und Einkaufsmöglichkeit) für 70 km. Dort werden wir auf eine Verpflegungsstation aufmerksam und unterhalten uns mit der Mannschaft. Es stellt sich heraus, daß wir mitten im Radrennen onroadfinmark gelangt sind, bei dem die Teilnehmer einen 440 km Rundkurs mit Start/Ziel Alta zurücklegen. Die Teilnehmerzahl ist mit 70 zwar recht begrenzt, aber es gibt auch hier in Finnmark fitte Radler! Als wir der Mannschaft der Verpflegungsstation von den Radtour als Konfirationsgeschenk erzählen, mein eine, das sei das beste Konfirationsgeschenk, von dem sie je gehört hat 🙂
Zumindest kein Entspanntes, denn de nächsten 70 km sind zäh, nicht so sehr wegen der Steigung, als vielmehr wegen des Gegenwindes, der uns hier in der baumlosen Ebene (Baumgrenze bei etwa 250 müM) erbarmungslos ins Gesicht pfeift. Selbst bergab kommen wir trotz recht anschaulichem Treten nicht über 20 km/h, in der waagrechten fahren wir meist 12-15 km/h. Recht zermürbend. Ausserdem geht uns allmählich die Flüssigkeit aus, und wir sind sehr froh, als wir ein Begleitfahrzeug von onroadfinmark treffen, die uns nicht nur mit Wasser eindecken, sondern auch gleich noch ein Photo für uns machen.
Die letzten km nach Alta ziehen sich, und wir sind froh, als endlich das Ortsschirn, und nach nochmals heftiger Steigung das Hotel auftaucht. Die warme Dusche ist super, und die Pizza bei Pepes (praktischerweise gleichzeitig das Hotelrestaurant) noch besser. Gute Nacht!
Kohlenhydrat-ZufuhrStandard der Strassen in Nordnorwegen
Kurze Rast vor schneebedeckten BergenWir folgen einer Teilnehmergruppe von onroadfinnmark, einem 440 km Rennen
Glåcklich nach den Versorgung mit Wasser und Sportstrinken
Kapitel 9 · Etappe 3 · 6. Juli 2014
Berühmtheiten
Distanz100,73 kmBewegungszeit4:45:16Höhenmeter1092 m
Die Nacht im Hotel in Alta war sehr warm. Wir hatten die Wahl zwischen Fenster auf (Folge: kühl, aber lästige Mücken, Bremsen usw.) oder Fenster zu (Folge: warm, aber mückenfrei). Wir wählen die zweite Alternative. Als wir unser Tandem reisefertig machen, steht plötzlich ein anderer Radler neben uns. Es ist aus der Nähe von München, und in 4 Wochen durch Polen und Schweden ans Nordkapp geradelt. Alle Achtung!
Nicht weiter ausserhalb von Alta treffen wir auf einen superschönen, nagelneuen Radweg und einen Arbeiter, der gerade letzte Hand anlegt. Wir fragen, ob wir durch den Tunnel, den wir in einiger Entfernung sehen (und der so neu ist, daß er auf unserer Karte nicht eingezeichnet ist) durchradeln können. Er meinte ja, er hätte schon einige per Rad im Tunnel gesehen. Also lassen wir uns – nach kurzer Überlegung – von dem „Für Radfahrer verboten“-Schild nicht abschrecken, und sausen die etwa 2km im Tunnel berab. Bergauf würde ich diese Variante weniger empfehlen.
Wieder stahlt die Sonne von Himmel, aber leider macht sich Nikos Knie durch unangenehme Schmerzen bemerkbar. Haben wir es überlastet? Nach 35 km kommen wir in eine kleine Ortschaft, aber die Tankstelle, an der wir uns stärken wollten, erweist sich als Kartenautomat. Und der Bus, der in Richtung unseres heutigen Ettappenziel fährt, und von dem wir uns erhofft hatten, daß er uns ein Stück mitnehmen kann, fuhr von 20 Minuten – und fährt Sonntags ein einmal. Also: auf die Zähne beissen, und weiterstrampeln.
Der Tag ist eigentlich prima, die Sonne schein, kaum Wind, tolle Landschaft, hüglig aber nicht bergig, wäre da nicht Nikos Knie. Nach 75 km machen wir an einem Campingsplatz Pause, um etwas Verpflegung zu kaufen (der letzte Stopp war ja nicht sehr ergiebig). Auf der Terasse vor der Rezeption entspannt eine kleine Gruppe Leute in der strahlenden Sonne. Wir kommen ins Gespräch und erzählen von unserer Radtour als Konfirmationsgeschenk. Das weckt die Neugier und prompt bekommen wir die Nachfrage, erst von einem, dann von einem zweiten (beide Journalisten) ob sie einen Artikel über uns schreiben können. Gerne willigen wir ein und nach den Interview mit Niko fahren wir noch 3 Runden auf unserem Tandem, bei den die beiden passende Bilder machen können.
Unser Glück ist vollkommen, als ich frage, ob sie ein Auto mit Hänger haben, und uns freundlicherweise ein Stück des Weges mitnehmen könnten, und sie sofort einwilligen. Einfach sehr nette und hilfsbereite Leute, etwas Ruhe statt eines anstrengenden und langen Anstieges am Schluss der Etappe tun Nikos Knie hoffentlich gut. Sie setzen uns nach ca. 20 km an der höchsten Stelle des Anstieges ab, und von dort aus sind es nur noch 5 km nach Ravelsnes Gård, einem kleinen aber sehr gemütlichen Pensionat mit 5 Zimmern. Wir sind die einzigen Gäste, und Gudmund, der Wirt zeigt uns den in das Pensionat (selbst!) umgebauten Stall. Er serviert leckeres Essen inkl. Dessert und nach dem Bloggen schlafen wir – zu spät – ein …
Mitternachtssommer in Alta um 24:00Entweder durch den Tunnel (verboten) oder über der Berg – ersteres.
Vorsicht RentiereVeranda bei Ravelsnes Gård
Kapitel 10 · Etappe 4 · 7. Juli 2014
Ein vollkommener Tag auf dem Rad
Distanz111,52 kmBewegungszeit5:33:10Höhenmeter1541 m
Gudmund, der nette Wirt von Ravelsnes Gård, muß zufällig heute nach Storslett, was mit den ersten 60 km unseres heutigen Tagespensums übereinstimmt. Es schlägt vor, unser Gepäck bis dahin mitzunehmen, da die Stecke eine recht saftige Steigung enthält – eine Idee, die wir dankend annehmen. Wir kommen gegen 10:00 in die Gänge, und nach 20 km rund um die Bucht beginnen die Höhenmeter, ca. 7% durchschnittliche Steigung auf 6,5 km. Nikos Knie geht es wieder besser und er tritt odentlich in die Pedale, aber offenbar ohne sichtbare Anstrengung. Wir sind auf alle Fälle sehr froh, nicht auch noch unser Gepäck auf den Berg schleppen zu müssen und als wir schließlich das Restaurant auf dem Bergkamm erreichen, wartet nicht nur eine grandiose Aussicht über den Fjord sondern auch 2 Kuchenstücke auf uns … reichtlich verdient. Die Abfahrt ist herrlich und die etwa 20 km nach Storslett radeln sich leicht. In Storslett wartet Gudmund schon mit unserem Gepäck. Wir übernehmen, danken ihm und radeln weiter nach Olderdalen, von wo aus die Fähre nach Lyngseidet übersetzt, unserem heutigen Etappenziel. In Lyngseidet gibt es nicht viel, aber zum Glück eine Art Motel, Pizza (fraglich, ob man das so nennen kann) und … eine Waschmaschine für unsere Radklamotten!! Morgen wollen wir Tromsø, das Paris des Nordens erreichen.
Leere Straße – Sonne – und spektakuläre Aussicht.Schnee? Schnee!!
Welch ein Blick (nach 1 Stunde Anstieg mit 7%)Hoch verdient … 2 Stück Kuchen und 2 Schoko-Milch
Nikos Lieblingssüßigkeiten während der Radtour: Autos (Biler)Atemberaubender Blick auf die Lyngsalpen
Insektenstiche und KettenschmiereFähre über den Kåfjord
Das Rad bekommt eine wohlverdiente Pause – wir auch!5000 Jahrestrainingskilometer …
Kapitel 11 · Etappe 5 · 8. Juli 2014
Wir kommen nach Tromsø
Distanz70,95 kmBewegungszeit3:48:09Höhenmeter808 m
Nur eine Tagesetappe trennt uns noch von Tromsø, dann haben wir ca. 25% unserer Tour hinter uns. Eine Fähre müssen wir auch erreichen, und wollen unsere Abreise aus Lyngseidet entprechend timen. Wir sind leider spät dran und müssen entsprechend für 60 min mehr in die Eisen treten, als uns leib ist, erreichen aber die Fähre mit 6 min Margin. Die letzten 50 km nach Tromsø gehen schleppen, vielleicht war die Morgenspring zu viel für uns. Kurz von Tromsø noch eine Pause an einer schönen Bucht mit eisigen Wasser, so daß es beim Abkühlen der Waden bleibt. Gegen 16:00 erreichen wir dann recht platt das Hotel und checken ein. Früh genug, um im Radgeschäft noch neue Fahrradschuhe für mich zu kaufen (mit zu kleinen zu fahren ist absolut keine gute Idee), zwei Paar Bar Ends (erhöht den Fahrkomfort) und das Fahrrad endlich mal richtig aufzupumpen. Gute Idee, der Mantel sollte bis 6 bar vertragen, doch bei etwas über 4 bar platzt der Schlauch plötzlich mit einen ungeheuerlichen Knall. Also, zurück ins Geschaft … einen neuen kaufen, der hält! Nach reichlich Pasta fahren wir mit dem Fjällheisen (Seilbahn) auf den Hausberg von Tromsø. Die Aussicht in 420 m Höhe in der Abendsonne (sie geht ja hier um diese Mitternacht immer noch nicht unter) ist grandios. Auf dem Rückweg schlendern wir noch zur Eismeerkathedrale, einer der Hauptsehenswürdigkeiten von Tromsø, die aber leider schon geschlossen hat. Rechtzeitig zum Halbfinale der WM Brasilien – Deutschland sind wir wieder im Hotel. Das Spiel – Endstand 1:7, werden wir wohl auch lange nicht vergessen!
Frühstück im BettFähre über den Ullsfjord
Ohne Kommentare …Auf der Fähre
Nam Nam …Mehr Mückenmittel
Strand ausserhalb von TromsöWenn es jetzt noch wärmer wird, ziehen wir in den Süden …
Tromsø … after 500 kmTromsø … nach 500 kmDie berühmte Eismeerkathedrale
Tromsøbrücke und Eismeerkathedrale
Kapitel 12 · 9. Juli 2014
Ruhetag
Nach 500 km und 5 Tagen auf dem Sattel ist ein Ruhetag angesagt. Wir schlafen aus, geniessen ein tolles Frühstück, bloggen, kaufen Salbe für Nikos Knie (es geht schon besser), 2 neue Schläuche (einer ist gestern beim Aufpumpen geplatzt, ein zweiter war heute nachmittag platt), und gehen ins Kino 😉 Am Vortag haben wir beschlossen, den Ruhetag mit der Schnellfähre nach Finnsnes zu beenden. Dort angekommen gibt es noch ein Essen beim Chinesen, bevor wir uns mit Argentinien – Niederlande entspannen. Morgen wir wieder das Rad ausgepackt, wir wollen in einer langen Etappe die Vesterålen erreichen, um vor dort weiter auf die Lofoten zu radeln.
Panorama von TromsøRuhetag in Tromsø …
Unser Schnellboot nach FinnsnesUnser Rad bekommt ein Ruhetag – wir auch …
Wir sind nun in Finnsnes (Senja), beim blauen Punkt …Abendessen in Finnsnes
Kapitel 13 · Etappe 6 · 10. Juli 2014
Plötzlicher Wetterumschwung
Distanz147,91 kmBewegungszeit8:48:53Höhenmeter1416 m
Hier in Nordwest-Norwegen ist man beim Transport sehr häufig auf Fähren angewiesen. Manche verkehren häufig, manche nur 1-2 Mal täglich. Heute wollen wir mit der Fähre von Gryllefjord im Senjaland nach Andenes auf den Vesterålen übersetzen, die Abfahrt um 15:00 paßt gut, da wir nach Ankunft um 16:40 noch weiterradeln wollen. Aber zunächst müssen wir die 65 km zum Gryllefjord radeln. Eine bezaubernde Strecke, die auf den letzten 20 km immer besser wird. Heute ist es wieder extrem heiß und wir schleppen uns von Bach zu Bach (leider hat es nicht sehr viele). Etwa 10 km vor Gryllefjord bricht plötzlich mein Sattel ab. Ich vermute, daß es die Spätfolgen eines Sturzes heute früh waren, als ich an einem Bach nicht rechtzeitig ausgeklickt habe, und – wie üblich – somit einfach umgefallen bin. Bis Gryllefjord schaffen wir es, und dort treffe ich zum Glück einen Mann, der die nötigen Werkzeuge hat, um den Sattel zu reparieren. Aber ich denke, daß so schnell wie möglich ein Neuer fällig wird, denn die Reparatur wirkt recht provisorisch. Bevor die Fähre ablegt, haben wir noch Zeit, uns im Tante-Emma-Laden mit etwas Essen einzudecken. Dann hauen wir uns auf Deck in bequeme Liegestühle, aber schon bald nach dem Ablegen frischt der Wind derart auf, daß zuerst Niko und bald auch ich die Windstille unter Deck bevorzugen.
Morgen mehr …
Wundervollen Senja-Land …Futterversorgung …
On the ferry in Gryllefjorden (Senja)Auf der Fähre in Gryllefjord (Senja)Power-nap on our way from Gryllefjorden (Senja) to Andenes (Vesterålen)Mittwagsschlaf auf der Fähre vom Gryllefjord (Senja) nach Andenes (Vesterålen)
Blick in die eine Richtung (aus der wir kommen)Blick in die andere Richtung (in die wir fahren)
Kapitel 14 · Etappe 7 · 11. Juli 2014
Rückenwind über die Vesterålen
Distanz106,72 kmBewegungszeit4:31:19Höhenmeter734 m
Um 9:50 verlassen wir die Vesterålen mit der Fähre Richtung Lofoten, genauer gesagt Fiskebøl. Die Überfahrt dauert nur 30 Minuten und auf den Lofoten werden wir erst einmal mit Wolken und einem Wolkenbruch empfangen. Glücklicherweise ist nach kurzer Fahrt ein Tunnel in Sicht, in dem wir Unterschlupf finden, bis der Schauer vorbeigezogen ist. Unser erster Stopp auf den Lofoten ist nach 1,5 Stunden in Svolvær, das “Hauptstadt” der Inselgruppe. Das Zentrum direkt am Wasser ist bei strahlendem Sonnenschein gefüllt mit Menschen und wir geniessen vor der Weiterfahrt ein Eis und Kuchen. Auf den Lofoten gibt es eigentlich nur eine Wegalternative, das ist die Hauptstrasse von Nord nach Süd. Diese ist leider recht befahren, aber nur einmal in Sundklakk können wir die E10 für 40 km verlassen. Die Strecke hat zwar Gegenwind, aber auch nahe Risøya, einen traumhaften kleinen Sandstrand, so daß wir es uns nicht nehmen lassen, eine längere Pause einzulegen. Anschliessen radlen wir das Tagespensum vom 100 km zuende, und kommen in Leknes unter. Leider ein recht tourisifizierten Hotel, aber die nächte Übernachtungesmöglichkeit wäre erst in 30km, und das ist uns heute zu weit. Wir schlafen früh ein, denn morgen müssen wir früh raus, um die Fähre zurück aufs Festland zu erreichen, und die geht um 14:00 vom 60km entfernten Moskenes.
Blick von Melbu (Vesterålen) nach Fiskebøl (Lofoten).Wir nähern uns den Lofoten …
Tunnel: ausserhalb naß … innen trocken!Sonnenschein ist zurück …
Willkommen auf den Lofoten …Svolvær, die „Hauptstadt“ der Lofoten.
Das sind DIE Lofoten …Kurze Pause … eine von vielen heute.
Nicht in Italien!Und nochmal …
Pizza geht immer …Immer noch fröhlich!
bitte lächeln …Abfahrt nach Leknes
Täglicher log …
Kapitel 16 · Etappe 9 · 13. Juli 2014
Auf Wiedersehen fabelhafte Lofoten
Distanz60,36 kmBewegungszeit2:56:08Höhenmeter826 m
Wir kommen ungefähr zur geplanten Zeit auf den Sattel, fahren aber relativ langsam. Keine Ahnung, ob es am Wolkenverhangenen Himmel, Meine Müdigkeit, Nikos Knie oder sonstwas liegt. Nach etwa 10 km kommen wir an den Nappstraumentunnel, einen dieser Unterwassertunnels, die nach dem Tunneleingang steil nach unter gehen, und dann, wenn wir die tiefste Stelle erreicht haben (in diesem Fall zum Glück nur 60 Meter unter dem Meeresspiegel), leider ebenso steil nach oben. Auf die Zähne beissen ist angesagt. Dafür ist der Rest der Strecke spektakulär, speziell die Bucht bei Kilan und der Sandstrand bei Ramberg. Jetzt geht auch das Radeln leichter und das Wetter wird besser. Plötzlich steht ein Bauarbeiter vor uns, der den Verkehr regelt. Eigentlich nicht besonderen, nur dieses Mal dürfen wir nich an der Baustelle vorbei radeln, sondern werden von einem Auto abgeholt, unser Bike samt Fahrrad-Anhänger wird auf den Auto-Anhänger geladen. Leider werden wir so nicht nach Moksenes gefahren, sondern nur ca. 1 km, an der Baustelle vorbei. Wenig später erreichen wir Reine, der am meisten fotografierte Ort auf den Lofoten – zurecht. Auch wir lassen uns vor den verträumten Ort inmitten gewaltiger Landschaft faszinieren. Einen kurzen Stopp können wir uns genehmigen, dann bis zum Ablegen der Fähre sind es 40 min und nur noch 5 km. Etwas wehmütig verlassen wir die Lofoten in Richtung Festland, denn hier zu radeln ist schon spektakulär. Die steilen Berge, die bis zu 1000m fast senkrecht aus den Meer auftreigen, verschlungene Strassen, verträumte Sandstrände, die zum Baden einladen, bis man die Wassertemperatur am kleinen Zehen spürt. Wie es eine Frau an einem dieser Strände passend ausdrückt: “Wir sind fast am Nordpol”. Die Überfahrt dauert über 3 Stunden, Zeit um den Blog auf den neuesten Stand zu bringen und uns auf das Finale der Fußball-WM zwischen Deutschland und Argentinien zu freuen, das heute abend ausgestragen wird. Dann sind wir natürlich wieder an Land!
Die Wolken verziehen sich …Nach Kilan …
Sandstrand in Kilan.Schau dir das an …
Tiefhängende Wolken …Hohe Berge auf dem Weg nach Kilan.
Ein Bauarbeiter nimmt uns mit …Der Grund für die Mitnahme … radeln verboten.
Echte Fischköpfe …Reine
Reine – Lofotens Lieblingsmotiv.Vater und Sohn in Reine.
Reine – Strasse nach Moskenes.Warten auf die Fähre nach Bodö (Festland).
Nach etwa 900 km sind in in Bodø angekommen.
Kapitel 17 · 14. Juli 2014
Ruhetag!
Wir haben den Tag genutzt um „auszuschlafen“ (das ist relativ, denn natürlich waren wir wie alle, die das WM-Finale geschaut haben, sehr spät noch wach), und danach hauptsächlich, die weitere Route zu planen. Das erweist sich als recht schwierig, denn es müssen geeignete Tagesetappen (rund 100 km), Übernachtungsmöglichkeiten (selten), und Fährverbindungen (da wir uns in einem Gebiet mit zahlreichen Inseln befinden, sind wir täglich von 3-4 Fährstrecken abhängig) aufeinander abgestimmt werden.
Bleibt noch kurz Zeit für das Waschen der Radklamotten (absolut notwendig), was im Servicebygg der Hafenanlage gelingt. Für spätere Touren ein prima Tip, man bekommt eine Maschine, Waschpulver und auch die Möglichkeit, die Wäsche anschliessend zu trocknen. Letzteres geschieht aber trotz Absprache mit dem Mädel, das zuständig ist, nicht, und ich finde die Wäsche kurz vor Abfahrt der Fähre vollkommen durchnässt noch in der Waschmaschine vor – von der Dame keine Spur. Glücklicherweise ist es heute wie schon in der vergangenen Tagen sehr heiß (ca. 30 Grad) und die so trocknen die Kleider auch im Fahrtwind der Fähre ausgezeichnet …
Die Fähre bringt uns nach Ørnes, einem kleinen, verschlafenen Örtchen, dessen Hafeneinfahrt als die spektakulärste der gesamten Hurtigruten gilt. Können wir gut verstehen … Morgen geht´s wieder aufs Rad … nächstes größeres Ziel wird Trondheim sein, das wir am Wochenende (also in 4-5 Tagen) erreichen wollen.
Kapitel 18 · Etappe 10 · 15. Juli 2014
Über den Polarkreis
Distanz163,23 kmBewegungszeit6:44:10Höhenmeter1005 m
Wir stehen heute schon um 7:00 auf, die notwendige Fährverbindung geben uns einmal mehr den Tagesrhythmus vor. Zwischen den Fährverbindungen gibt es meist sehr wenig, oder sehr viel Zeit, da sich die Abfahrtszeiten der Fähren danach richten, wie lange man für die Wegstrecken zwischen den Fähren an Zeit benötigt … mit dem Auto wohlgemerkt. Die zahlreichen Fähren (heute 4 an der Zahl) haben aber auch den Vorteil, daß sich an den Fährhäfen die Leute sammeln. So treffen wir 2 Mädels wieder, die wir das erste Mal auf unserer ersten Etappe bei Honningsvåg, und dann 3 Tage später nochmal bei Storslett getroffen haben. Sie radeln vom Nordkapp nach Lindesnes, die beliebteste Alternative einmal Norwegen längs durch. Überhaupt sind recht viele Radler unterwegs. Die Entgegenkommenden werden durch Winken und „Hei“ gegrüßt. Mit denen, die in die gleiche Richtung fahren wir wir, kommen wir meist ein wenig ins Gespräch.
Wieder erleben wir einen wunderschönen Tag. Und heute haben wir einen neuen Abschnitt unserer Reise erreicht, den Polarkreis. Er ist bei 66 Grad nördlicher Breite (genau 66° 33′ 44″), das Nordkapp liegt bei 71 Grad, und kurz gesagt gibt es südlich des Polarkreises keine Mitternachtssonne mehr. Also … wir können wieder besser schlafen!!
Erst nach 22:00 erreichen wir unser Nachquartier in Sandessjøen. Das Hotel ist zwar sehr modern, aber dummerweise ist unser Zimmer nicht gemacht … also noch Verbesserungspotential! Viel zu spät kommen wir in die Federn, aber morgen dürfen wir glücklicherweise etwas länger schlafen als heute, wir müssen erst um 9:00 raus. Dafür hat der Wetterbericht – zu erstem Mal auf unserer Tour – Regen angekündigt … viel Regen!
Bezaubernd …Eine kurze Radpause auf der Fähre.
Ein weiterer Tag mit viel Sonne.Auf dem Weg nach Jektvik.
Der Mund voll Süßigkeiten.Wir verlassen Jektvik.
Die Statue, die den Polarkreis markiert.Happy crossing the arctic cycle (statue in the background – tiny …)Glücklich, den Polarkreis zu überqueren (die Statue ist im Hintergrund – winzig)
Wir treffen auch einige andere Radler …The Waden wachsen jeden Tag …
Sieht nur so aus, als ob Niko größer ist 😉Schöner Aussichtspunkt.
Wolken – spektakulär aber drohend!
Kapitel 19 · Etappe 11 · 16. Juli 2014
Unser erster Regentag
Distanz122,38 kmBewegungszeit5:59:00Höhenmeter710 m
Der Wetterbericht hat sich leider nicht geirrt. Als wir aufwachen, brauchen wir gar nicht erst die Gardinen aufzuziehen um Gewissheit zu erlangen, zu sehr klopfen wie Regentropfen gegen das Fernster der Hotelzimmers. Wie geniessen das Frühstück trotzdem und nach dem Auschecken müssen wir erst mal das Wasser aus unserem Anhänger leeren, das wich über Nacht gesammelt hat. Als wir damit zugange sind, sehr plötzlich wieder ein Photograph neben uns und interessiert sich für unser Tandem. Scheint hier ein ungewöhliches Gefährt zu sein, denn wieder steht ein Interview mit anschliessendem Photoshooting an – für die lokale Zeitung.
Vom Tag auf dem Rad gibt es nicht viel zu erzählen, außer daß
Simon Aldra, Journalist vom Helgelands Blad macht dieses Bild in Sandnessjøen.An einem Regentag fällt sogar das Fotografieren ins Wasser!
Unsere momentane Position – 350 km nördlich von Trondheim.
Kapitel 20 · Etappe 12 · 18. Juli 2014
Wir verlassen den Kystriksveien
Distanz106,34 kmBewegungszeit5:35:51Höhenmeter1358 m
Einmal mehr verlassen wir unsere nette Unterkunft für die Nacht zu spät und müssen uns auf dem Weg zur Fähre spurten. Das Ergebnis ist ein Schnitt von 28 km/h. Obwohl es nur 13 km sind recht schweißtreibend – aber es soll unser letztes Fährspurt gewesen sein, heute verlassen wir den Kystriksveien (die Küstenstrasse), der im Reiseführer wie folgt beschrieben wird:
Der Kystriksveien entlang der Küste von Helgeland ist wahrscheinlich die schönste Küstenstraße der Welt. Über 12.000 Inseln und Schären mit schneeweißen Sandstränden warten auf abenteuerlustige Touristen, die die Str. 17 von Sømna im Süden bis zum Land am Polarkreis und Rødøy im Norden befahren. Das Inselreich lädt zu zahlreichen Urlaubserlebnissen und -eindrücken ein.
Die Wälder werden dichter, wir kommen merklich mehr in den Süden des Landes. An einem Kiosk machen wir Rast, dessen Besitzer – oder besser dessen Kunden – eine bemerkenswerte Sammlung von Feuerzeugen aufgestellt hat. Dort verzehren wir gestern gekaufte (schlechte Idee!) Erdbeeren mit Vanillesauce. In Ermangelung einer Schale basteln wir kurzerhand eine aus der Verpackung der Vanillesauce. Geht auch.
Nach einigem Überlegen, wie wir die Planung für die restliche Strecke nach Oslo so durchführen können, daß wir am 25.07. in Oslo eintreffen, wird klar, daß dies radelnd nur ohne Ruhetage für die nächsten 10 Tage zu schaffen ist. Keine gute Idee, spätestens nach 5 Radtagen sind die Beine erfahrungsgemäß derart schwer, daß ein Tag Ruhe angesagt ist. Also müssen wir eine Teilstrecke mit Bus, Bahn oder Boot zurücklegen. Das die Strecke Namsos – Steinkjær – Trondheim stark befahren ist, entschliessen wir und für die weniger befahrene Route über Rørvik und von dort mit dem Hurtigruten (Postschiff) nach Trondheim. Das gibt uns eine schöne Strecke und genug Gelegenheit, uns über das bevorstehende Dovre-Gebirge nicht völlig auszulaugen. Ich buche die Überfahrt direkt neben einer Kuhweide, und die neugierigen Kühe schauen, als ob sie noch nie ein Tandem gesehen haben (einige Leute übrigens auch – aber die überwiegende Mehrzahl winkt uns begeistert zu). Gegen 19:00 sind in in Rørvik, uns bleibt genug Zeit für eine Pizza. Das Restaurant liegt in unmittelbarer Nähe zum Kai, an dem die Hurtigrouten anlandet – perfekt für uns! Auf dem Boot zeigt sich leider, daß Internet unbrauchbar ist, so daß das Bloggen ausfallen mußte und an Folgetag nachgeholt wurde.
So viele Fähren …Wir waren auf die Fähre – unsere Letzte!
Gefahr für Umarmungen …Wie kommen Snåsa näher 😉
Unique collection of lighters at a kiosk (you see only 10%)Einzigartige Feuerzeugsammlung in einem Kiosk (du siehst nur 10%)Endbeeren mit Vanillesauce – ein sicherer Gewinner.
Einzigartige Schalen-Kreation.Das Dach leckt!
Viel mehr Wald als weiter nördlich …Gib mir Mentos – bitte!
Rørvik – das Ende unseren Küstenabschnittes …Ich brauche Futter!
Die Hurtigrute von Rørvik nach Trondheim.
Kapitel 21 · Etappe 13 · 18. Juli 2014
Trondheim – Oslo: Ein entspannter Start
Distanz68,58 kmBewegungszeit3:35:00Höhenmeter724 m
Das Schiff der Hurtigruten ist zwar schon um 6:30 in Trondheim, aber wir müssen unsere Kabine erst um 8:00 räumen. Frühstück gibt es heute im Rica Hotel (sehr lecker und reichhaltig) und nachdem wir bei der Post ein Päckchen mit den letzten Utensilien aufgegeben haben, die wir nicht über die Berge nach Oslo tragen wollten, ist die Bibliothek unser nächster Ziel. Der Grund: dort gibt es gratis Internet. Die Aufgabe der nächsten 2 Stunden besteht darin, eine geeignete Route über die Berge nach Oslo zu finden. Gar nicht so leicht, denn die bekannte Strecke, auf der jedes Jahr das Radrennen Trondheim – Oslo (540 km an einem Tag 😉 stattfindet, ist nur teilweise befahrbar. Einige Abschnitte werden speziell für den Renntag von der Polizei freigegeben. Ausserdem schreckt uns die Tatsache, das die Autobahn E6 sehr stark befahren ist, davon ab, diese Route zu wählen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, welche Route wir schliesslich wählen, doch die ersten beiden Abschnitte stehen: heute nach Løkken Verk, und morgen weiter nach Oppdal.
Auf dem Weg nach Løkken machen wir bei Anne Jagtøyen, Jørgens Schwester Zwischenstation und bekommen leckere Waffeln, Solo, und Eiskuchen serviert. Sehr nett!! Frisch gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg. Von der ursprünglich geplanten Variante über Hovin rät Anne und ab und empfiehlt statt dessen die weit weniger anstrengende Strecke über Orkanger. Nicht nur weniger anstrengend sondern auch fast kein Verkehr, und so kommen wir um 18:51 bei unserer heutigen Übernachtungsmöglichkeit an (Bergmannskro in Løkken Verk), 9 Minuten, bevor sie zumachen. Anschliessend das übliche Spiel: duschen, bloggen, essen, schlafen. Gute Nacht!
Im Zentrum von Trondheim.Leckerer Kaffeebesuch bei Anne, Jørgens Schwester, in Klett.
Einige Statistiken bis jetzt.
Kapitel 22 · Etappe 14 · 19. Juli 2014
Ein Vorgeschmack auf Dovre
Distanz90,40 kmBewegungszeit5:08:08Höhenmeter1413 m
Kurz vor unserer Abfahrt, als das Fahrrad samt Anhänger bereits gepackt vor unserem Hotel Bergmannskro steht, wird es von 3 Fußgängern mit Rucksäcken freudig beäugt und fotografiert. Wir kommen ins Gespräch, und sie erzählen, daß sie aus Italien kommen und zu Fuß auf dem Pilgerweg von Oslo nach Trondheim sind. Sie wollen die Strecke in 4 Wochen zurücklegen, Start war am 26.06. und übermorgen wollen sie in Trondheim ankommen. Alle Achtung!
Es ist schon Nachmittag, als wir Løkken verlassen. Nach etwa 15 km haben wir bereits unseren ersten Stop: Kristins Onkel Rolf und Tante Johanne wohnen unweit unserer Strecke und wir statten ihnen einen netten, kurzen Besuch ab. Wir bekommen Waffeln, Lefse, Solo und Wasser, bervor wir uns auf die Weiterfahrt machen. Die nächsten 30 km verlaufen in schöner Talumgebung. Die Beine sind schwer und die Sonne brennt auf unsere Köpfe. Das wird nicht besser, als wir auf die Berge treffen. Die Steigung in der Serpentinen ist bis zu 10% und wir sind sehr froh, als wir das schlimmste überstanden haben. Die Landschaft, wir sind an den Ausläufern von Trollheimen, ist wunderschön. Kein Wunder, daß es auch recht viele Hütten entlang des Weges gibt. In Nerskogen kommen wir an einem kleinen Geschäft vorbei, das schon seit einer Stunde geschlossen hat. Da die Besitzerin noch am Geld zählen ist, versuchen wir trotzdem unser Glück und sie öffnet uns tatsächlich. Nicht nur das, sondern sie schenkt uns noch 3 Hefestückchen mit der Aussage „bei mir wandern die sowieso in den Müll“. Trotzdem sehr nett!
Die Kalorien können wir für den letzten steilen Anstieg gut gebrauchen, es geht auf fast 1000 m zum Skarvatnet. Aber von dort aus haben wir nicht nur einen tollen Blick auf den See, sondern auch eine über 10 km lange Abfahrt – mehr als verdient. Unser Tagesziel heute, den bekannte Wintersportort Oppdal, erreichen wir erst gegen 21:20, aber morgen haben wir nach 5 Tagen und 480km auf dem Rad erstmal wieder einen Ruhetag eingeplant.
Morgenritual: Spezialcreme für das Hinterteil.Die Nacht haben wir im Bergmannskro in Løkken verbracht.
Zwei sportliche Italiener laufen !! von Oslo nach Trondheim (Pilgerweg).Herzliches Willkommen in Dombu Sørgård.
Vor Dombu Sørgård.Rolf begleitet uns ein Stück des Weges.
Unser Anstieg für die nächsten 10 km.Durstig nach langem, steilen Anstieg.
Der Grana-See … nahe Nerskogen.Almost … fast!
Tolle Hütten in diesem Gebiet.Blick über Skarvatnet.
Der Traum eines jeden Radlers: bergab, Sonne und eine leere Strasse!Die Berge gehören zum Dovre, da müssen wir noch rüber.
An diesem Blick aus dem Hotelfenster ist nichts auszusetzen.Wir sind jetzt hier – nach 1350 km auf dem Sattel.
Kapitel 23 · 20. Juli 2014
Ruhetag!
Lange schlafen, gut frühstücken, ausruhen, Blog aktualisieren, ausruhen, die Beine baumeln lassen, ausruhen, die nächsten Tage planen, ausruhen, mit der Heimat telefonieren, ausruhen, Niko: eine Serie anschauen, ausruhen, gut zu Abend essen, ausruhen, spazieren gehen, ausruhen, schlafen gehen … Gute Nacht.
Kapitel 24 · Etappe 15 · 21. Juli 2014
Ein wunderschöner Tag über Dovre
Distanz91,74 kmBewegungszeit4:26:54Höhenmeter957 m
Der Ruhetag hat uns gut getan, wollen (oder besser gesagt müssen) wir doch heute über das Dovre-Gebierge mit über 1000 müM als höchsten Punkt. Nach angenehmem Anfang beginnt die Steigung etwa bei km 10 und dauert gut 40 km. Aber wir befinden uns auf der „Autobahn“ E6, also fällt die Steigung mit 6-7 % recht moderat aus. Nachteil: es fahren recht viele Autos, manche leider auch sehr dicht an uns vorbei. Auf dem Weg nach Kongsvold treffen wir noch auf ein anderes Paar Vater und Sohn, die vom Nordkapp nach Lindesnes unterwegs sind. Als wir in Kongsvold eine Waffelpause einlegen, treffen wir sie nochmals. In Kongsvold haben wir die längsten Steigungen hinter uns und wir fahren für etwa 30 km auf dem Hochplateau weiter. Belohnt werden wir die schöne Aussichten, unter anderem auf die Snøhetta, der höchste Berg im Gebiet. Zu meiner Studienzeit war ich mal auf Skiern oben (klasse), und 1996 mit Kristin in Sommer (sehr steinig). Die Belohnung des langen Anstieges kommt ab km 70 in Form von 10 km bergab – nichts ist schöner. In Dombas angekommen rufen wir beim am Vortag ausgewählten Nachtquartier an, aber die haben leider geschlossen, so daß wir in Toftemo landen. Keine schlechte Alternative, dann die Strasse auf der anderen Talseite ist nicht befahren (welch ein Genuß nach 70 km auf der E6), der Campingsplatz liegt wunderschön, hat gutes Essen und Betten für uns zwei. Mehr brauchen wir heute nicht mehr 😉
Fast startklar …Unser luxuriöses Hotel in Oppdal.
Ein Selbstporträt – bergauf.Danke für die Photopause.
Wir sind nicht die einzigen Radler, die bergauf kämpfen.Lindesnes.Ein anderes Vater-Sohn-Paar fährt Nordkapp – Lindesnes.
Vor dem Fluß Driva.Lächeln … wir sind oben – fast.
Typische Dovre-Landschaft.Vor Snøhetta, dem höchsten Berg in Dovre.
Bei dieser Aussicht muß selbst Niko photographieren.
Kapitel 25 · Etappe 16 · 22. Juli 2014
Einzigartige Seitenstrassen
Distanz108,28 kmBewegungszeit4:58:17Höhenmeter963 m
Wieder schaffen wir es nicht vor Mittag auf das Rad, aber wir haben keine Eile. Heute haben wir eine vermeintlich leichte Etappe vor uns (sprich wenig Höhenmeter), aber wenn ich jetzt auf den Tacho schaue, stehen dort wieder 838 Höhenmeter und 108 km. Die Strecke beginnt mit einem Weg, der parallel zur Autobahn E6 verläuft. Vorteil: keine Autos. Nachteil: recht hügelig und nicht geteert. Niko ist recht sauer, aber als wir an der nächsten Tankstelle anhalten, um ihm mit Wurst und Eis zu stopfen, steigt die Laune schnell an. Alsbald bleibt uns keine Alternivstrecke, wir müssen auf die E6. Macht keine Laune, die Autos an uns vorbeibrettern zu sehen, aber zum Glück sind wir an der nächsten Ausfahrt erlöst: in Nord-Sel. Dort kennen wir uns bestens aus, denn in der kleinen Kirche haben Kristin und ich 1998 geheiratet. Nach dem obligatorischen Photo (die Sonne scheint übrigens immer noch, wie bereits am 05.09.1998) nehmen wir wieder die Parallelstrasse. Wunderschön, keine Autos (so gut wie keine, auf 10 km vielleicht 5 Stück) und wunderbare Aussicht über den Lågen. Dieser Fluß, der in Sel nicht mehr als ein reissender Gebirgsbach war, wird immer breiter. Auch das Tal, eben noch eng, wird zunehmend breiter. In Otta machen wir Rast und geniessen Erdbeeren, Himbeeren und Vanillesauce. Lecker! In der Tourist-Info am Bahnhof erkundige ich mich noch nach Übernachtungsmöglichkeiten, doch recht weiterhelfen kann mir das nette Mädel nicht. Immerhin bekomme ich eine Karte mit 2 Telefonnummern. Auch heute ist wieder ein sehr heisser Tag, mit nahezu 30 Grad im Schatten, und das Fahrradtrikot muß einige Bäder in Gebirgsbächen über sich ergehen lassen, um anschliessend für einige Zeit für angenehme Kühlung zu sorgen. Gegen 20 Uhr erreichen wir Fåvang und dort unsere Unterkunft für die Nacht: ein kleines, schnuckeliges Häuschen, das im Stile der 30er Jahre eingerichtet ist, mit unzähligen Gegenständen aus dieser Zeit: ein Grammophon, Kühlschrank (gabs den damals schon?), Frauenmagazinen (Gyldendals Alle Kvinners blad), Sessel, Badewanne, Betten, einfach alles! Wir kommen uns vor wie in einem Museum. Aber zum Glück haben sie Internet und Nikos Abend ist gerettet. Auch ich nutze die Möglichkeit, den Blog zu aktualisieren, bervor wir in die Betten fallen … Gute Nacht!
Der Fluß Lågen – noch ist er relativ klein.Vor der Kirche, in der Kristin und ich 1998 geheiratet haben.
Pause?Pausenverpflegung!
Wir radlen auf einzigartigen Strassen parallel zur Autobahn E6.Wir radeln am Fluss Lågen entlang.
Das Gudbrandstal weitet sich aus.Genau da, wo wir Halt gemacht haben.
Große Wolken über dem Gudbrandstal – aber kein Regen.Norwegens größte Hexe (links) und Niko (rechts).
Kapitel 26 · Etappe 17 · 23. Juli 2014
In Gluthitze an Mjøsa entlang
Distanz77,03 kmBewegungszeit4:01:06Höhenmeter850 m
Der Tag ist heiß, heißer und am Heißesten. Über 30 Grad im Schatten, aber den hat es so gut wie nirgends. Wir legen viele Stops ein um das Shirt in Gebirgsbächen zu befeuchten und um Flüssigkeit zu kaufen. Schon als wir in Gluthitze Lillehammer passiert wird uns klar, daß das heute keine lange Etappe wird. Wir fahren entlang von Mjösa, Norwegens größtem Fluß, wie schon gestern fast ausschließlich auf kaum befahrenen Nebenstraßen. In Biri schlagen wir unser Nachtlager auf, direkt an der E6, aber das stört uns nicht. Wir wollen nur in den Schatten.
Morgen steht nochmal eine längere Tagesetappe mit ordentlich Höhen an, und wenn alles klappt sind wir übermorgen am Ziel in Oslo. Yippii!!
Küche von 1920 im Haus Granmo.Heisse Themen der 40er: Soll ich mir die Haare färben?
Fertig zur Abfahrt vom Haus Granmo.Noch ein Sonnentag auf dem Rad.
Wir trinken fast pausenlos.Letzter Blick ins Gudbrandstal.
Noch ein Meilenstein: Lillehammer.Norways biggest lake.Wie passieren Lillehammen und fahren an Norwegens größtem See Mjösa entlang.
Wieder eine Seitenstrasse ohne Verkehr (die Autobahn im Hintergrund).Noch zwei Tage …
Kapitel 27 · Etappe 18 · 24. Juli 2014
Zu unserer letzten Nacht
Distanz66,83 kmBewegungszeit3:35:53Höhenmeter823 m
Die Reise heute gibt – im Vergleich zu dem, was wir bisher auf unerer Tour schon alles gesehen haben, durch eher unspektakuläres Gebiet. Nach 20 km erreichen wir Gjøvik, aber zum Glück nicht auf der Hautstrasse E4, sondern etwas oberhalb und etwa eine halbe Stunde später Raufass. Als wir nach einer Lunchpause (in einem Einkaufszentrum gibt es Hänchensalat und Hamburger) wieder ins Freie kommen, hängen dicke Gewitterwolken über uns. Nach kurzem Überlegen fahren wir trotzdem weiter, denn noch grollt es nur in einiger Entfernung. Das bleibt auch glücklicherweise so, bis wir nach einer unser kürzesten Tagenetappen (nur knapp 70km) unser letztes Nachtquartier erreichen. Als wir aber 2 Stunden später unser Abendessen geniessen, donnert und blitzt es sicher eine Stunde lange recht heftig.
Das sorgt sicher für die lange überfällige Abkühlung. Radfahren bei über 30 Grad ist schon grenzwertig, vor allem mit Gepäck. Heute – am Anfang des Tages – haben wir wieder einmal (zum vierten Mal auf der Tour) ein Paket mit überschüssigem Gepäck (sprich Gewicht) nach Hause geschickt. Unsere Tasche auf dem Anhänger ist jetzt fast leer und super leicht, genau richtig für die letzte Etappe morgen. Ich hoffe, nur, wir brauchen die Regenklamotten morgen nicht, denn nachdem Sonne angesagt war, sind auch die im Paket nach Oslo unterwegs …
Je näher Oslo rückt, desto größer wird das Lächeln.Entlang dem Eina-See.
Dunkle Wolken künden ein Gewitter an.
Kapitel 28 · Etappe 19 · 25. Juli 2014
Zuhause!
Distanz76,81 kmBewegungszeit4:04:51Höhenmeter772 m